I-See arbeitet als intelligentes, selbstlernendes Regelsystem, das sich nicht nur auf das Kartenmaterial für ein hohes Spritspar-Potenzial verlässt. I-See kann auch auf die gespeicherten Daten aller Fahrzeuge, die zuvor auf dem jeweils aktuellen Straßenabschnitt mit I-See gefahren sind, in einer Cloud zugreifen und damit die beste Fahrstrategie vorausberechnen. Das funktionierte beim Test in allen Belangen recht gut und entlastet den Fahrer. Selbst beim Anrollen an eine Kreuzung sortiert I-Shift blitzschnell den passenden Anschlussgang und zieht beim erneuten Gasgeben sofort an. Besonders praxisgerecht: die Eco-Roll-Funktion am Motorbremshebel, die der Fahrer schnell aus- und anmachen kann. Auch die leistungsstarke „VEB+“-Motorbremse mit einer Dauerbremsleistung von 510 PS bei 2300/min reicht für normale Topografie völlig aus.
Ein Highlight und Alleinstellungsmerkmal ist die Lenkung Volvo Dynamic Steering (VDS), eine Kombination aus E-Motor und Hydrauliklenkung: präzise, sehr leichtgängig beim Rangieren und mit hohen Rückstellkräften. Die Werkseinstellung passt zu den meisten Fahrern, darüber hinaus stehen noch mehrere vordefinierte Einstellungen zur Wahl. Alterna tiv kann der Fahrer sein ganz persönliches Lenkgefühl konfigurieren. Das System arbeitet zudem mit dem Spurhalteassistenten zusammen. Der StoneMaster-Sattelkipper von Fliegl verfügt über „Drive On“, einen patentierten Kippstabilisator mit Anfahrhilfe, mit dem alle neuen Sattelkipper ausgestattet sind. Über einen Schalter an der Bedieneinheit aktiviert der Fahrer das System.

Bei aufgepumpter Luftfederung stellt ein Luftzylinder über eine Welle zwei kräftige Metallstützen hoch und bildet zwischen Achse und Rahmen eine stabile Verbindung. Das System übernimmt damit die Funktion der Höhenfixierung. So werden seitliche Schaukelbewegungen
etwas abgefangen. Auch bei der Übergabe von Asphalt an einen Fertiger stabilisiert das System bei Querneigung den Abladevorgang. Fliegl möchte mit diesem System alle Vorteile der hydraulischen Antriebsachsen nur durch intelligente Gewichtsverlagerung erreichen. Laut Fliegel werden beim Abkippen 2,8 Tonnen und beim Anfahren hochwirksame 6,7 Tonnen des Aufliegergewichts auf die Antriebsachse der Zugmaschine verlagert. Um diesen Satteldruck herzustellen, wird die Luft aus den Luftbälgen der Aufliegerachsen abgelassen. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Sattelplatte und auf die letzte Aufliegerachse, auf die das ganze Gewicht von den Metallstützen übertragen
wird.

Wirkungsvoll dank einfacher Technik und wenig Zusatzgewicht
Unsere Meinung zu diesem einfachen und leichten System, das nur 26 Kilogramm wiegt: Grundsätzlich bringt jedes Kilogramm mehr auf der Antriebsachse einen Vorteil bei der Traktion. Und wenn man etwas starr stellen kann zwischen Achsen und Rahmen, gibt das auch zusätzliche Stabilität. Gut finden wir auch, dass das System bei bereits im Fuhrpark vorhandenen Aufliegern schnell nachrüstbar ist, um so die Vorteile von mehr Traktion zu nutzen. Bei Aufliegern mit Liftachsen ist die Wirkung wahrscheinlich nicht so groß, weil bei diesen die Liftachse auch unter Last angehoben werden kann und so auch mehr Satteldruck erzeugt wird.