DAF nimmt für seine neue Verteilerbaureihe XD bereits einen neuen Einstiegsmotor ins Programm. Dieser bleibt allerdings den 4x2-Modellen mit kurzer „Day-Cab“-Kabine vorbehalten. Anders als es die Bezeichnung vermuten lässt, handelt es sich beim „Paccar PX-7“ allerdings um keine hauseigene Entwicklung, sondern um ein Aggregat aus dem Hause Cummins, das übrigens auch in der P-Baureihe des Wettbewerbers Scania zum Einsatz kommt. Bei DAF wird der 6,7 Liter kompakte Reihensechszylinder wahlweise mit 230, 260, 290 oder 310 PS angeboten. Die genauen Drehmoment nennt DAF bislang noch nicht, verspricht aber für alle vier Leistungseinstellungen ein hohes Moment schon bei sehr niedrigen Drehzahlen.
Geboten wird moderne Technik, der PX-7 erreicht Euro 6e per SCR-Only-Technik plus Partikelfilter und verfügt über einen Motorblock aus Gusseisen mit verdichtetem Graphit (Compacted Graphite Iron, CGI). Reibungsarme Kolben sollen den Kraftstoffverbrauch ebenso senken, wie der hocheffiziente Kompressor und der neue Turbolader. Als Kaufargument hebt der niederländische Hersteller besonders den Gewichtsvorteil des PX-7 hervor, der mit 600 Kilo zum größeren PX-11-Sechszylinder mit 10,8 Liter Hubraum angegeben wird. Die Verteilung der Antriebskraft übernimmt das „Powerline“-Wandlerautomatikgetriebe von ZF, das seine acht Fahrstufen sanft und trotzdem schnell wechseln soll. Darüber hinaus verfügt das neue Getriebe über eine Kriechfunktion (bei DAF "Urge-to-move" genannt, die das Rangieren erleichtern dürfte. Für souveräne Bergabfahrten bietet DAF den kompakten Sechszylinder zudem optional auch mit der maximal 200 kW starken Motorbremse „PX-Engine-Barke an.